Articles

Frankreich Restauration Helm Modell 1814 der Gardes du Corps du Roi aus der Zeit Ludwigs XVIII. (1814 und 1815-24)

Um 1815. Hoher hocheleganter Helm, komplett mit allen Beschlägen. Die Helmglocke aus zwei Teilen schwarz lackiertem Leder gefertigt, mit reichhaltigen Beschlägen aus versilbertem Kupferblech versehen. Vorne der große Stern mit dem "visage du soleil rayonnant" (strahlendem Sonnengesicht) im Zentrum, eingefasst in das gespiegelte Monogramm «L» des Königs Ludwig XVIII., darunter das Schriftbandeau «Nec pluribus impar» (wörtlich: Auch nicht mehreren unterlegen), darüber die Krone. Große, breite gefiederte Schuppenketten an Rosetten in der Form der "soleil rayonnant". Hoher, fein reliefierter Kamm mit schwarzer Fellraupe, seitlich Hiebspangen in floralem Muster, auf der linken Seite mit Tülle und dem originalen weißen Federdekor. Innen mit Lederschweißband, dieses beschädigt/unvollständig, das Seidenfutter fehlt. Größe ca. 52. Höhe ca. 41 cm. Typische Trage- und Alterungsspuren. Zustand 2.

Ein sehr seltener Helm von hoher historischer Bedeutung!

Bei den "Gardes du Corps du Roi" handelte es ich um die Leibgarde des französischen Königs. Zugang zu dieser hatten nur Angehörige des Adels und Bürger aus sehr gut situierten Häusern. Es bestanden nur vier Kompanien, die in Versailles stationiert waren. 1791 wurden die Gardes du Corps du Roi aufgelöst. Als Standarte führte die Kompanien eine Fahne mit der "soleil rayonnant". Das Motto «Nec pluribus impar» geht auf den Sonnenkönig zurück, der hiermit sein Wappen schmückte. Aber auch auf den Feldzeichen der Armee wurde dieses geführt.
Nach dem Vertrag von Fontainebleau und der Abdankung und Verbannung Kaiser Napoleons kehrte der Enkel König Ludwigs XV. und Bruder Königs Ludwig XVI. nach seinem Exil in England als König nach Frankreich zurück. 1814 wurden auch die "Gardes du Corps du Roi" wieder aufgestellt. 1815 verließ der König nach der Landung Napoleons Paris fluchtartig, konnte aber nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo wieder zurückkehren. 

467891

Frankreich Restauration Helm Modell 1814 für einen Offizier der Mousquetaires de la garde, 1. Compagnie "Mousquetaires gris" aus der Zeit König Ludwigs XVIII.

Um 1814. Hoher hocheleganter Helm, komplett mit allen Beschlägen. Die Glocke aus zwei versilberten Kupferblechen gefertigt, daran aus demselben Material der Nacken- und der Vorderschirm jeweils mit einer Randbördelung aus vergoldetem Messing. Vorne das besondere Emblem für die Musketiere der 1. Kompanie, das Lilienkreuz mit Flammen in den Ecken in einem ovalen Schild aus vergoldetem Messing, das innere des Kreuzes ist ausgeschnitten und mit einem versilberten Waffelblech hinterlegt. Umgeben wird das Emblem von einem fein gearbeiteten Eichenlaub- und Lorbeerkranz aus vergoldetem Messing. Große gefiederte Schuppenketten an großen Rosetten in der Form einer "platzenden" Granate aus der Flammen und Blitze schlagen. Hoher vergoldeter Kamm mit einer seitlichen Verzierung einer flammenden Fackel, aus der Blitze schlagen, vorne die "platzende" Granate mit dem Wahlspruch «Quo ruit et Lethum» (Sinngemäß: "Wo sie hinfällt, ist der Tod.". Es handelt sich hierbei um das Motto der 1. Kompanie), darüber die drei Lilien. Der Kamm mit besonders langem schwarzen Pferdehaar bis zur Hüfte des Soldaten reichend, vorne der kleine Haarbusch (Marmouset). Auf der linken Seite mit Tülle und dem originalen schwarz-weißen Federdekor aus echten Reiherfedern. Innen mit geschwärztem Lederschweißband und braunem Seidenfutter. Größe ca. 56. Sehr schön erhalten! Zustand 2.

Ein sehr schöner und äußerst seltener Helm von historischer Bedeutung! 

Die Musketiere der Garde (französisch Mousquetaires de la garde) waren ein Verband der Haustruppen des französischen Königs (Maison militaire du roi) und fungierten als höfische Garde. Berühmtheit erlangte sie durch den Roman Die drei Musketiere von Alexandre Dumas sowie dessen Fortsetzungen und Verfilmungen. Sie bestanden mit Unterbrechungen von 1622 bis 1815. Traditionsgemäß bestanden 2 Kompanien, wovon die erste, die "Grauen Musketiere" in der Rue de Bac und die 2. Kompanie, die "schwarzen Musketiere" in der Rue du Faubourg in Paris untergebracht waren. Im Zuge der französischen Revolution wurden die Musketiere 1792 aufgelöst und von Ludwig XVIII. im Juni 1814 wieder aufgestellt. Bereits im März 1815 wurden die Musketiere dann von Napoleon wieder aufgelöst. Nach der Niederlage Napoleons wurden die Musketiere dann zwar noch mal kurz wieder aufgestellt, dann aber im Dezember 1815 endgültig aufgelöst.




468174

Frankreich Restauration Helm Modell 1815 "Beauvais" der Garde Nationale à cheval 

Um 1815. Lederhelm, komplett mit allen Beschlägen in versilberter Ausführung. Die Kalotte aus zwei Teilen gefertigt, vorne aufgelegt das gekrönte ovale Emblem mit den drei königlichen Lilien, eingefasst in Palmen- und Lorbeerzweige. Große gefiederte Schuppenketten an sternförmigen Rosetten mit der aufgelegten Lilie. Seitlich Hiebspangen mit Flammen und Spitzen. Hoher fein ziselierter Kamm mit schwarzem Rosshaarbusch. Das Lederschweißband innen fehlt, das Leder des Vorderschirms leicht geschrumpft. Größe ca. 52. Typische Trage- und Alterungsspuren. Zustand 2.

Ein sehr schöner und seltener Helm!

Die Garde Nationale wurde 1789 im Zuge der französischen Revolution aufgestellt und Bestand in verschiedenen Organisationsformen bis 1872. 2016 wurde sie wieder eingeführt.
Während der Restauration ab 1814 spielte sie bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung eine wichtige Rolle. Sie war zwar nun neuerdings zentral geführt, unterstand aber lokal den Präfekten und wurde auch nur hier eingesetzt. Zum ordentlichen Dienst wurden nur diejenigen zugelassen, die sich selbst bewaffnen, kleiden und ausrüsten konnten. Dies waren nur wenige, wohlhabende Bürger, die auch an der Aufrechterhaltung des Regimes interessiert waren.

468231
r