III. Reich Poesiealbum als persönliches Geschenk von Adolf Hitler an sein Patenkind Edda Göring zum 6. Geburtstag 1944.

Es handelt sich bei diesem Geschenk Hitlers um ein Poesiealbum in allerhöchster Buchbinderqualität. Das handgefertigte Buch hat einen Pergamenteinband mit Goldrandverzierung , oben mit Goldschnitt im Stil der großen Bücher des Mittelalters. Auf dem Buchdeckel in Blattgold erhaben die Initialen "E G" . Auf der 3. Seite in Golddruck das große Wappen der Familie von Hermann Göring, auf der 5. Seite ein großes handgemaltes Ex-Libris "Edda Göring zu Eigen" mit der Märchendarstellung "Goldmarie und Pechmarie", teils mit Blattgold verziert. Danach auf der 2. Seite des Albums mit eigenhändiger Widmung in schwarzer Tinte "Mit den besten Glücks- und Segenswünschen - Adolf Hitler 2/ Juni 1944". Eingeprägter Name Buchbindermeisters Hans Zieher. Das Buch ist nicht weiter ausgefüllt worden. Maße 20,5 x 27,5 cm. Das Buch befindet sich in sehr gutem Zustand. Komplett mit dem alten original Schuber (dieser etwas bestoßen).
Hans Zieher, Schüler der Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei, galt als einer der bedeutendsten Buchbinder seiner Zeit. Als Hans Zieher als Schüler in die Meisterschule aufgenommen wurde, ließ Schulleiter Werner Peiner dort eine Buchbinderwerkstatt einrichten, in der Hans Zieher auch Pergamentmappen fertigte, in denen Geburtstags- oder Glückwunschurkunden u.a. an Adolf Hitler oder Hermann Göring überreicht wurden.

Das Poesiealbum stammt aus dem Besitz des verstorbenen Sammlers und Freund Michael Xilas, Griechenland. Er hat das Stück 1978 von Edda Göring persönlich erhalten. Anbei ein Foto aus der Zeit von Michael und Edda.

Edda Göring (* 2. Juni 1938 in Berlin; † 21. Dezember 2018 in München) war die Tochter des Reichsmarschalls Hermann Göring und seiner zweiten Ehefrau Emmy Göring. Zu ihren Taufpaten gehörte Adolf Hitler. Sie wurde wahrscheinlich nach Benito Mussolinis Tochter Edda benannt. Die ersten Jahre ihrer Kindheit verbrachte sie unter anderem in Carinhall, dem nahe Berlin gelegenen herrschaftlichen Landsitz ihres Vaters. Am 21. Mai 1945 wurde sie mit ihren Eltern im US-amerikanischen Lager Camp Ashcan in Mondorf in Luxemburg interniert. Während des Nürnberger Prozesses durfte sie ihren Vater im Gefängnis besuchen.
Ab 1949 prozessierte Emmy Göring jahrelang, um Wertgegenstände aus dem Besitz ihres Mannes zu erhalten. Viele davon erklärte sie zum Erbe der inzwischen zehnjährigen Tochter. Nach dem Krieg war Edda Göring regelmäßig zu Gast im Bayreuther Haus von Hitlers früherer Förderin Winifred Wagner. Deren Enkel Gottfried Wagner erinnerte sich später an die Einladungen seiner Großmutter, die zu jener Zeit politische Freunde empfing wie Edda Göring, Ilse Heß, den damaligen NPD-Vorsitzenden Adolf von Thadden, Gerdy Troost, die Witwe des NS-Architekten und Hitler-Freundes Paul Ludwig Troost, den britischen Faschisten-Führer Oswald Mosley, den verwandten NS-Filmregisseur Karl Ritter sowie den rassistischen Autor und ehemaligen Reichskultursenator Hans Severus Ziegler. 1986 gab sie dem schwedischen Fernsehen ein Interview, in dem sie Hermann Göring als liebevollen Vater beschrieb, sich aber eindeutig von dessen Politik distanzierte. Auf ihren Wunsch wurde das Interview nicht in Deutschland ausgestrahlt. Heute ist es im Internet zu sehen. Edda Göring lebte bis zu ihrem Tod im Münchner Stadtteil Lehel. Sie starb am 21. Dezember 2018.


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