elegantes Eigentumstück, Fertigung der Firma Schwarz & Sohn, München aus dem Jahr 1944. Fertigung aus feldgrauem Tuch, dunkelgrüner Kragen, feldgrau getönte Knöpfe. Der Ärmeladler, das Ärmelband, die eingenähten Schulterstücke und die Kragenspiegel wurden nach 1945 entfernt, der Sitz aber deutlich noch sichtbar. Auf dem Kragen sieht man neben dem Abdruck der Kragenspiegel auch auf beiden Seiten eine rechteckige Verfärbung auf dem grünen Tuch, die von der Rückseite der Kragenspiegel stammt. Auf der linken Brust Schlaufen für die lange Feldspange und 4 Steckabzeichen, auf der rechten Brust aufgenäht das Deutsche Kreuz in Gold in Stoffausführung. Auf dem rechten Oberarm mit dem Winkel für Alte Kämpfer, auf dem linken Oberarm auf gelegt das Demjansk Schild, direkt auf das Tuch aufgesteckt und innen im Futter mit Gegenplatte. Unter dem dunkelgrünen Kragen links und recht 2 Knöpfe zum Befestigen des Ritterkreuz mit Eichenlaub. Innen mit feldgrauem Futter, im Nacken mit großem gewebten Schneideretikett "Christian Schwarz & Sohn München", maschinell vernäht. In der Innentasche mit gedrucktem Schneideretikett "Schwarz & Sohn München" mit handschriftlicher Trägerbezeichnung "SS-Gruppenf. M. Simon 11.6.44, No. 708/2". Mit eingenähtem Schlitz zum Tragen des Führerdegens bzw. Kettendolches.
Die Feldbluse ist deutlich getragen mit typischen Trage- und Altersspuren, im Futter ein paar kleine tragebedingte Schäden.
Anbei 2 sehr gute Reprofotos, aufgenommen während seiner Kapitulation bei der US Army in Süddeutschland, auf dem die Feldbluse eindeutig zu erkennen ist.
Dazu die folgenden original Dokumente:
Großes Foto von Simon als SS-Gruppenführer mit Ritterkreuz gemeinsam mit einem SS-Unterscharführer
mit Demjanskschild (wahrscheinlich sein Fahrer). Gille trägt dabei genau diese Feldbluse. Rückseitig bezeichnet "Agfa Brovira", Maße 17 x 23 cm.
Eidesstattliche Erklärung von Max Simon, Generalleutnant der Waffen-SS, ausgestellt Allendorf, den 4. Juli 1946. Die Erklärung beinhaltet eine Beschreibung der Zustände in dem Internierungslager 75 und dem SS-Lager 73 in Kornwestheim, insbesondere der schlechten Behandlung der Kriegsgefangenen, denen teilweise die Prothesen abgenommen wurden ! Mit original Unterschrift "Max Simon" früherer Generalleutnant der Waffen-SS, unterschrieben und bestätigt durch das alliierte Wachpersonal "Subscribed and sworn to before me this 9- day of July 1946". Dazu der Gefangenen-Ausweis "Seventh Army Internee Camp No. 5 Kornwestheim "Stets bei sich Tragen", ausgestellt auf "Simon, Max Otto, Nr. 4 043, Baracke D".
Fragebogen des "Military Government of Germany", 2-sprachig deutsch/englisch aus dem Jahr 1947, über 6 Seiten von Max Simon handschriftlich ausgefüllter ausführlicher Lebenslauf, mit allen Beförderungen, allen Einheiten etc bis einschließlich 1945. Das Deckblatt hat einen Schnitt (wohl versehentlich beim Öffnen eines Briefes entstanden), jedoch vollständig.
2 Entlassungsurkunden/Certificate of Discharge aus der Kriegsgefangenschaft, datiert 1949, eine aus dem Flüchtlingslager Friedland, die 2. vom "Disbandment control unit", beide mit eigenhändiger Unterschrift "Max Simon".
5 Postkarten der Familie an Max Simon in Gefangenschaft, 2 Postkarten aus dem Jahr 1947 an das POW Camp Wolfsberg/Kärnten, 3 Postkarten aus den Jahren 1951 - 1953 an die Strafanstalt Werl/Westfalen.
Brief des ehemaligen Kriegskameraden und Untergebenen Martin Stange (zuletzt SS-Standartenführer) an Frau Elsa Simon-Binder aus dem Jahr 1993, 2-seitig maschinengeschrieben mit einer Lobpreisung über seinen ehemaligen Vorgesetzten, mit eigenhändiger Unterschrift.
Handschriftlicher Brief von Max Simon aus der Gefängnishaftanstalt Werl an seine Familie, ausgestellt "Werl, den 26. Juli 1952", 4 Seiten, mit Unterschrift Euer Max".
SS Soldbuch in Fotokopie, ausgestellt 1942, mit großem Uniformfoto und Eintragungen bis 1945. Das Soldbuch wurde mit allen Seiten so kopiert und zusammengesetzt wie das echte Soldbuch, welches leider nicht mehr vorhanden ist.
Dazu noch einige Research Unterlagen, ausgedruckt aus dem Internet.
Die Feldbluse und die Unterlagen stammen ursprünglich direkt aus der Familie Simon, das Soldbuch ist damals nicht verkauft worden, vielleicht befindet es sich heute noch bei der Familie.
Max Simon (* 6. Januar 1899 in Breslau; † 1. Februar 1961 in Lünen) , SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS. Er wurde wegen seiner Beteiligung an Kriegsverbrechen in mehreren Staaten angeklagt und zweifach, davon einmal in Abwesenheit, zum Tode verurteilt. In der Bundesrepublik wurde er wegen seiner Kriegsverbrechen im Jahre 1945 angeklagt, starb aber 1961 vor dem Ende des Verfahrens.