Elegantes Eigentumsstück um 1910. Der Helmkorpus aus Leichtmetall, die zweiteilige Glocke mit verlötetem, bzw. vernietetem Augen- und Nackenschirm. Umlaufende Randschiene aus vergoldetem Messing. Vorne aufgelegtes Helmemblem mit Ranken und Wappenschild M 1874 aus Messingblech vergoldet. Kreuzblatt mit aufgeschraubtem Helmadler. Der bekrönte Doppeladler aus vergoldetem Holz in feinster Qualität, die beiden Kronen sowie die Krallen aus Buntmetall vergoldet. Die leicht gewölbten vergoldeten Schuppenketten mit plastischen Lorbeerblättern, innen mit schwarzem Samt gefüttert, seitlich an großen Wappenrosetten. Feines weißes Seidenfutter (etwas zerschlissen) mit goldgeprägter Bezeichnung: "Simovics" und dunkelbraunes Lederschweißband mit weißem Seidenbanddurchzug.Der Vorder- und Nackenschirm innen grün lackiert, mit einigen Farbabplatzungen, da der Lack auf dem Aluminiumblech nicht hält. Nur leicht getragen, ein sehr schöner Helm von hervorragender Qualität und in sehr guter Gesamterhaltung. Extrem selten.
Die Eigentumshelme in dieser extrem leichten Ausführung wurden wegen des größeren Tragekomforts von nur von einigen wenigen Trägern auf eigene Kosten beschafft.
In über 35 Geschäftsjahren ist dies erst der 1. Helm, den wir anbieten können.
Die Arcièren-Leibgarde (von italienisch Arciere, „Bogenschütze“, „Leibwächter“) war eine der fünf Gardeformationen des Kaisers von Österreich. Der vollständige Name lautete k.k. Erste Arcièren-Leibgarde. Sie bestand nur aus Generälen, Stabs- und Oberoffizieren und war neben der königlich-ungarischen Leibgarde die vornehmste der österreichisch-ungarischen Garden. Die Garde der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn setzte sich zusammen aus: Arcièren-Leibgarde k.u. Leibgarde k.k. Trabantenleibgarde k.u.k. Leibgardereitereskadron k.u.k. Leibgardeinfanteriekompanie Ursprünglich wurden nur halbinvalide Offiziere adliger Herkunft aufgenommen, erst seit 1807 stand die Garde auch nichtadligen offen. Die Aufnahmebedingungen waren sehr streng. Es wurde gutes Aussehen und eine Mindestgröße (174 cm) verlangt. Der Aspirant musste auf besondere Verdienste vor dem Feind hinweisen können, wenn möglich auch auf Verwundungen, die ihn jedoch nicht verunstalten durften. Er musste eine ausgezeichnete Dienstbeschreibung vorweisen und des Reitens kundig sein. Unverheiratete wurden bevorzugt. Bis 1780 wurde das katholische Glaubensbekenntnis verlangt. Die Arcièren-Leibgarde war keine Garde im Sinne der Schweizergarde des Vatikans oder der Hundertschweizer (Cent Suisses) des französischen Königs Ludwig XVI., da die meisten ihre Mitglieder bereits das gesetztere Alter erreicht hatten. (Generaloberst Viktor Dankl von Krásnik war bereits 64 Jahre alt, als er zum Hauptmann der Arcièren-Leibgarde ernannt wurde; Feldmarschallleutnant Friedrich Karl von Fürstenwärther nahm man erst zu seinem 70. Geburtstag auf.) Die Aufgaben der Einheit waren rein repräsentativer Art. Sie unterstand dem Ersten Obersthofmeister als Oberstem aller Garden. Die Aufgaben einer Garde im militärischen Sinne oblagen in Österreich-Ungarn der Leibgardereitereskadron und der Leibgardeinfanteriekompanie sowie eingeschränkt auch der Trabantenleibgarde.
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